Warum eigentlich ...?

In unserer neuen Rubrik „Warum eigentlich…?“ werden wir in Zukunft verschiedenen Fragen rund um die Themen Energie und Industriegase auf den Grund gehen.

Diesmal im Fokus: die drastischen Preissteigerungen im Bereich Kältemittel.

Die Preise für das Kältemittel R134a beispielsweise haben sich in der Zeit von November 2007 bis Mai 2011 mehr als verdoppelt. Verantwortlich für diesen enormen Preisanstieg bei Kältemitteln sind diverse Faktoren:

Seit Anfang 2010 ist das Kältemittel R22 in der EU verboten und auch in den USA gilt seit dieser Zeit ein Verwendungsverbot von R22 für Neuanlagen. Die Folge: Es entstand ein erhöhter Bedarf an Ersatzkältemitteln.

Bei den Automobilherstellern in den USA und Europa sind Nachfrage und Bedarf an R134a stark angestiegen.

In Asien stieg der Bedarf an R 407C und R410A für Klimaanlagen, die für den europäischen und amerikanischen Markt produziert werden.

Auch die Preise für Fluorspan, einem Rohstoff für die Herstellung von fluorierten Kältemitteln, sind drastisch gestiegen.

Der Kältemittelproduzent Ineos Fluor wurde durch Mexichem übernommen.

Bei Honeywell in den USA kam es Anfang 2010 zu Produktionsproblemen aufgrund des extremen Frosts.

Seit Anfang 2011 ist R134a für neue Pkw-Modellplattformen verboten, deshalb wird nicht mehr in bereits bestehende R134a-Produktionsanlagen oder in Neuanlagen investiert.

 

 

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