Sicherheit an erster Stelle

In unserem Interview erfahren Sie von Petra Breitkreutz, Direktorin des Bereichs Health Safety Environment Quality der TOTAL Deutschland, und Jan Petersen, Geschäftsführer Tyczka Totalgaz, wie man in ihren Unternehmen mit dem Thema Sicherheit umgeht.

Welchen Stellenwert hat das Thema Sicherheit in Ihren Unternehmen?
P. Breitkreutz:
Sicherheit steht bei TOTAL Deutschland an erster Stelle! Mitte August hatten wir hierzu erstmals eine zweitägige TOP 50 Managementtagung. Dabei haben wir tolle Ergebnisse erzielt, die nun sukzessive umgesetzt werden. Im Fokus standen Fragen wie Vorbildwirkung der Vorgesetzten, Kontraktorenmanagement, Beinaheunfälle, Sicherheitsbewusstsein bei unseren Mitarbeitern und vieles mehr.
J. Petersen: Auch bei Tyczka Totalgaz hat das Thema Sicherheit oberste Priorität. Wir verkaufen ein leicht entzündliches Produkt, das bei falscher Handhabung erhebliche Schäden verursachen kann. Zudem betreiben wir 13 Gasläger, die alle der erweiterten Störfallverordnung unterliegen. Darüber hinaus versorgen wir über 60.000 Tankanlagen – bei vielen führen wir auch technische Dienstleistungen durch und sorgen für den sicheren Betrieb. Doch neben den eher industriellen Risiken ist auch die Arbeitssicherheit sehr wichtig. Wir analysieren die Risiken und setzen alles daran, Unfälle unserer Mitarbeiter und Kontraktoren schon im Vorfeld zu vermeiden.

Welche Philosophie verbirgt sich dahinter?
P. Breitkreutz:
Unsere Geschäftsfelder sind mit Gefahren verbunden, das wissen wir. Deshalb müssen wir unsere Risiken stets neu bewerten und wachsam sein. In Sachen Technik und Organisation sind wir bereits sehr gut aufgestellt. Dennoch müssen wir auch zukünftig an unserem Verhalten arbeiten: Das beginnt bei der Vorbildwirkung der Führungskräfte und geht bis zur Durchsetzung unserer Goldenen Regeln, auch bei unseren Dienstleistern. Womit wir auch schon bei der Sicherheitskultur sind – ein geflügeltes Wort, das es mit Taten zu beleben gilt, „gelebte Sicherheit“ eben.

Welche Prozesse werden dazu eingesetzt?
P. Breitkreutz:
Zum Beispiel der TRIR (Total Recordable Incidence Rate): Das ist die Messgröße für Arbeitsunfälle, die über eine Erste Hilfe hinausgehen. Dieses Reporting umfasst die Arbeitsunfälle aller Mitarbeiter sowie Kontraktoren, die mehr als 300 Stunden im Jahr für uns tätig sind. Darüber hinaus definieren wir sicherheitsrelevante Ziele in unseren Mitarbeitergesprächen und denken darüber nach, auch den jährlichen Bonus von der Erfüllung der eigenen sowie gemeinschaftlichen Sicherheitsziele abhängig zu machen.
J. Petersen: Auch die Tyczka Totalgaz nutzt den TRIR. Zudem werden unsere Betriebs- und Sicherheitsprozesse sowie die technischen Anlagen regelmäßig auditiert. So unterziehen wir z. B. unsere 13 Betriebsstätten dem ISSSRS-Audit, das durch die externe Firma DNV durchgeführt wird. Seit sechs Jahren befinden sich unsere Anlagen und unsere Sicherheitsprozesse auf dem sehr guten Level 3. Unsere Ortsnetze sind seit Ende letzten Jahres nach dem TSM Standard des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) zertifiziert.

Was ist das Besondere an der TSM-Auszeichnung?
J. Petersen:
Tyczka Totalgaz hat sich als erstes Unternehmen der Flüssiggasbranche dem gemeinsamen Audit durch den DVGW und den Deutschen Verband Flüssiggas e.V. (DVFG) gestellt und das Zertifikat für das Technische Sicherheitsmanagement erhalten. Somit haben wir unsere Abläufe und Verfahren erfolgreich auf den Prüfstand gestellt, um in dem sensiblen Bereich der Tankanlagen und Ortsnetze jederzeit Sicherheit garantieren zu können.

 

Online-Newsletter

Für Gewerbe- und Industriekunden der Tyczka Gruppe und TOTAL Deutschland GmbH