Nachwachsende Energielieferanten

Mais, Gras und Getreide. Was klingt wie der Fütterungsplan auf einem Bauernhof, ist in Wirklichkeit Nahrung für die neue Biogasanlage im baden-württembergischen Mühlacker. Seit 2007 wird hier Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, eine Technik, die nicht nur klimapolitisch sinnvoll ist, sie hilft der Gemeinde auch beim Sparen.

Die Biogasanlage, die nach nur sechs Monaten Bauzeit in Betrieb genommen wurde, wurde im Auftrag der Biomethananlage Mühlacker GmbH gebaut. Sie ist die dritte deutsche Biogasanlage von Schmack Biogas, die mit Flüssiggas aufbereitetes Biogas produziert und einspeist.

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen ging die Biomethananlage im vergangenen Jahr wie geplant in Betrieb und speiste damit erstmals Biogas in das Netz der Stadtwerke Mühlacker (Enzkreis). Aus Mais, Gras sowie Getreide, das nicht für die Produktion von Nahrungsmitteln geeignet ist, werden hier zwei Megawatt elektrische Leistung beziehungsweise fünf Megawatt Gasleistung produziert. Damit wird insgesamt ein Drittel des Gasbedarfs der Stadtwerke abgedeckt.

Aufbereitung mit Flüssiggas

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Voraussetzung für die Gaseinspeisung in das öffentliche Netz ist die Aufbereitung des Biogases auf Erdgasqualität. Zu diesem Zweck liefert die ProTech Energiesysteme GmbH eine vollständig werksgefertigte, direkt einsatzbereite Lagerbehälteranlage ECOMAX Multipump, die die Erdgaskonditionierung mit Flüssiggas speist. Das so konditionierte Biogas wird anschließend verdichtet und katalytisch über Aktivkohle von Schwefelwasserstoff befreit. Danach gelangt das Gas in die sogenannte Druckwechselabsorptionsanlage, die die verbliebenen Verunreinigungen sicher und dauerhaft eliminiert. Ein großer Vorteil der Biogaseinspeisung ist die Trennung der Biogasproduktion von der Energieverwertung. Ins Netz gespeist kann Biogas praktisch an jedem Ort zu Biowärme, Biostrom oder Biokraftstoff umgewandelt werden.

Unabhängig dank Biogas

Im Kampf gegen den Klimawandel spielen Biogasanlagen eine wichtige Rolle, denn die Erzeugung von Strom erfolgt hier CO2-neutral, das heißt bei der Verbrennung wird nur die Menge an Kohlendioxid freigesetzt, die die Pflanze zuvor während ihres Wachstums aufgenommen hat. Diese Technik bietet die Chance, vielfältige Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutzziele gleichzeitig zu erreichen. Die Stadtwerke Mühlacker leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und schaffen sich mit der neuen Anlage darüber hinaus ein Stück Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.

 

 

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