0110_diesel_gr Das Nutzfahrzeug der Zukunft wird durch aerodynamische Maßnahmen weniger Kraftstoff verbrauchen.
Bild: Renault Trucks

Einmal Diesel – immer Diesel?

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TOTAL Deutschland GmbH
Dr. Ralf Stöckel
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ralf.stoeckel@total.de

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Was treibt den Güterkraftverkehr im Jahr 2030 an? Fachleute prognostizieren, dass Diesel vielleicht in der Zukunft nicht in der erforderlichen Menge produziert werden kann – wie also geht man am besten sparsam mit dem Kraftstoff um? Unternehmen sollten natürlich, wann immer möglich, Leerfahrten vermeiden. Zudem ermöglichen intelligente Verkehrsleitsysteme eine konstante Fahrweise in einem optimalen Motorregime. Ihre Entwicklung bedarf allerdings noch Zeit, Geld und politischen Willen.

Die Automobilindustrie ist gefragt

Elektroantriebe eignen sich bisher eher nicht für den Güterverkehr.
Bild: Total

Vor allem die Automobilindustrie muss umdenken: effizientere Motoren oder ein verändertes Motormanagement könnten beispielsweise eine Verbrauchssenkung bewirken. Und auch durch aerodynamische Maßnahmen ließe sich noch viel herausholen. Es gibt beispielsweise Überlegungen, das Fahrerhaus so zu gestalten, dass es einen geringeren Luftwiderstandsbeiwert hat. Die aerodynamisch wichtigsten Ansätze liegen jedoch beim Übergang vom Fahrerhaus zum normalen Aufbau oder Koffer beziehungsweise bei Sattelschleppern beim Übergang vom Fahrerhaus zum Auflieger sowie am Übergang von der Abrisskante des Koffers der Zugmaschine zum Anhänger. Auch die Gesamtform ist entscheidend. Momentan stoßen aerodynamisch optimierte Fahrzeuge bei unveränderten Ladevolumen jedoch an Vorschriftengrenzen, es besteht also noch Regelungsbedarf.

Diesel strecken

Natürlich gibt es auch die Option, Diesel zu strecken oder zu ersetzen. Die Tests der Total mit ihrem Aquazol waren durchaus erfolgreich. Niedrige Brennraumtemperaturen, gute Zerstäubung im Brennraum und ein daraus resultierender geringerer Verbrauch waren positive Signale. Jedoch konnte mit den Steuerbehörden Deutschlands keine Übereinkunft über die Handhabung des Wasseranteils im Aquazol erzielt werden.

Biogene Komponenten als Dieselzusatz?

Vermutlich wird es schon im nächsten Jahr möglich sein, Diesel neben sieben Volumenprozent Biodiesel auch bis zu drei Prozent hydrierte Pflanzenöle beizumischen. Die Beschränkung auf drei Prozent liegt an den politischen Rahmenbedingungen, da weder Landwirte noch Biodieselhersteller große Zuneigung für das Konzept zeigen.

Batterieelektrische Antriebe

Außerdem besteht die Möglichkeit, Diesel durch batterieelektrische Antriebe zu ersetzen. Während allerdings im PKW-Bau besonders die Batteriemasse ein kritischer Faktor ist, ist im Güterfernverkehr und für Teile des gewerblichen und individuellen Personenverkehrs vor allem die Reichweite der batterieelektrischen Antriebe noch ein begrenzender Faktor. Fazit: Auch wenn es bereits einige alternative Kraftstoffe oder Antriebssysteme gibt, wird der Dieselmotor im Schwerlast- und Nutzfahrzeugbereich sicher für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre das vorherrschende Antriebskonzept bleiben.

 

 

 

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