Platzsparend: Die Gaswärme-Motoren befinden sich in einem Container.

Gasabsorption sorgt für kühle Köpfe

Nicht nur Unternehmen der Blechbearbeitungen kennen das Problem: spätestens in den Sommermonaten heizen sich die Werkshallen unerträglich auf, der Kühlbedarf der Maschinen kann kaum noch gedeckt werden. Die Ludwig Michl GmbH in Weyarn fand gemeinsam mit Tyczka Totalgaz eine innovative Lösung für das Problem: eine Gasabsorptions-Wärmepumpe.

Das mittelständische Unternehmen Ludwig Michl GmbH betreibt mehrere Laserschneideanlagen, die einen großen Kühlbedarf haben. Bislang wurde dieser Bedarf klassischerweise über lokale luftgekühlte Kompressionskälteaggregate gedeckt. Diese Konfiguration bietet zwar den Vorteil einer Maschinenkomplett-Lösung, der Betreiber sieht sich aber mit einem neuen Problem konfrontiert: Die Hallenluft heizt sich besonders im Sommer stark auf. In Weyarn führte dies wiederholt zur Überhitzung und schließlich zum Ausfall der Maschinen.

Effizient mit Gasabsorption

Der Einsatz von Kompressionskälteanlagen war in diesem Fall ein wahrer Teufelskreis: Die Wärmeabgabe der eingesetzten Anlagen ließ einerseits die Temperaturen über Gebühr ansteigen, andererseits gab es einen hohen Wärmebedarf in der Pulverbeschichtungsanlage. Vor diesem Hintergrund kristallisierte sich auf der Suche nach einer geeigneten Lösung bald die Technik der Gasabsorptions-Wärmepumpe heraus. Durch ihren Einsatz kann die Ludwig Michl GmbH nun gleichzeitig kühlen und heizen. Dadurch kommt es zu niedrigeren Betriebs- und Instandhaltungskosten, zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes und es werden elektrische Kapazitäten für die Produktion frei. Durch die effiziente Technik ergeben sich bei gleichzeitiger Nutzung von Wärme und Kälte Energieeinsparungen von bis zu 70 Prozent.

Saisonunabhängiger Betrieb

Die Absorptionspumpe in Weyarn besteht aus insgesamt fünf gleichen Anlagen, die von einer Steuereinheit zentral gesteuert werden. Dadurch ist ein gleichmäßiger Betrieb und eine optimierte Auslastung garantiert. Da die Maschinenkühlung aus den Laseranlagen nicht mehr von der Außentemperatur abhängig ist, läuft die Anlage außerdem völlig saisonunabhängig in gleichmäßigem Betrieb. Dabei deckt sie Temperaturen von 10° Celsius Kälte bis 60° Celsius Hitze ab. Diese Temperaturspanne ist einmalig auf dem Markt.

Innovativ und zuverlässig

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Das Steuergerät der Anlage befindet sich in einem kleinen Schrank und lässt sich unkompliziert über einen Computer bedienen. Die eigentlichen Gaswärme-Motoren sind platzsparend in einem Container untergebracht. Für die Firma Michl war vor allem die modulare Technik entscheidend. Fällt ein Motor aus, können die anderen trotzdem weiterarbeiten und garantieren einen pünktlichen, zuverlässigen Betriebsablauf. Das Unternehmen hat dank der Investition in diese neue Technik damit klar die Nase vorn.

Übrigens wird diese „Pilotanwendung“ im Sinne der industriellen Anwendung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

 

 

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