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Flüssiggas – Energie mit vielen Potenzialen

Flüssiggas ist ein fossiler Brennstoff mit vielen positiven Eigenschaften. Es ist effizient, schadstoffarm und nachhaltig – genügend Gründe, um auch in der Energiewende eine wichtige Rolle zu spielen. Schließlich kann Flüssiggas in den nächsten Jahren einen wachsenden Beitrag zur Modernisierung der Gebäudetechnik und zum Erreichen der deutschen Klimaschutzziele leisten. Insbesondere die absehbare Steigerung der verfügbaren Mengen bietet dabei sowohl Chancen zur Ressourcenschonung als auch bisher ungenutzte Optionen auf enorme Emissionsminderungen. Um diese Potenziale auszuschöpfen, streben die mittelständischen Versorgungsunternehmen der deutschen Flüssiggaswirtschaft eine Verdoppelung des Flüssiggas-Anteils an der Energieversorgung im ländlichen Raum an – mit dem Effekt einer entsprechenden CO2-Senkung bis zum Jahr 2030.

Steigende Verfügbarkeit

Doch warum steigt eigentlich die Verfügbarkeit von Flüssiggas? Das liegt zum einen daran, dass die Mengen des natürlich bei der Erdgas- und Rohölförderung geförderten Flüssiggases steigen, zum anderen werden sie in zunehmendem Maße durch Flüssiggas aus den Verarbeitungsprozessen von Rohöl und aus der Erzeugung von verflüssigtem Erdgas ergänzt. Und nicht zuletzt stehen dem Markt auch deshalb immer größere Mengen zur Verfügung, weil die internationale Gesetzgebung das klimaschädliche Abfackeln von Flüssiggas an Fördertürmen und in Raffinerien zunehmend verbietet.

Geringe CO2-Emissionen

Schon heute gilt das schadstoffarme Flüssiggas als wichtiger Bestandteil des deutschen Energie-Mixes, oftmals auch in Kombination mit erneuerbaren Energien wie der Solarkraft. Als sogenannte Niedrig-Carbon-Energie trägt es im Vergleich zu anderen fossilen Energien nur in geringem Umfang zu den CO2-Emissionen bei. Darüber hinaus wird Flüssiggas auch immer effizienter genutzt – das senkt Kosten und Emissionen zugleich. Der durchschnittliche Verbrauch eines Flüssiggas-Kunden liegt heute um etwa ein Drittel niedriger als noch vor zehn Jahren, die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) sanken pro Verbrauchseinheit durchschnittlich um rund 1,5 Tonnen pro Jahr.

Günstiger CO2-Fußabdruck

Aufgrund der niedrigen CO2-Emissionen verwundert es nicht, dass sich auch der CO2-Fußabdruck von Flüssiggas durchaus sehen lassen kann. Der CO2-Fußabdruck wird zur Beschreibung des globalen Erwärmungspotenzials (GWP) eines Produktes oder einer Dienstleistung verwendet und vom Weltklimarat für die Vereinten Nationen festgelegt. Für Flüssiggas beträgt das GWP null, das heißt, die direkten Emissionen von Flüssiggas haben so gut wie keinen Einfluss auf den Klimawandel. Zum Vergleich: Erdgas kommt beim GWP auf einen Wert von 25.

Biogene Zukunft

In Zukunft wird es auch Flüssiggas-Qualitäten mit biogenem Anteil geben. Während die derzeit noch recht aufwendige Beimischung angesichts der bereitstehenden Mengen weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll ist, setzt die Branche jedoch auf Bio-Flüssiggas der dritten Generation – bei dem kein Konkurrenzverhältnis zur Nahrungsmittelproduktion mehr besteht. Besonders praktisch: Die Infrastruktur, die von den Versorgungsunternehmen für Lagerung und Vertrieb von Flüssiggas aufgebaut worden ist, wird auch für eine zukünftige Bio-Flüssiggas-Variante ohne Einschränkungen nutzbar sein.

Optimal für den ländlichen Raum

Hohe Marktchancen für Anwendungen der mobilen Energie Flüssiggas sehen die Versorger im ländlichen Raum, wo sich Energie-Pipelines oftmals nicht rechnen. Durch den Ausbau der Flüssiggasnutzung kann jedoch der Anteil gasversorgter Haushalte außerhalb der Ballungszentren auf ein ähnliches Niveau wie in den Städten angehoben und somit die Energieeffizienz gesteigert werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Flüssiggas auch in der Landwirtschaft einzusetzen – beispielsweise für die Stallerwärmung oder die Getreidetrocknung. Und auch für die Gewächshausbeheizung oder die Küchenenergie in der ländlichen Gastronomie bietet Flüssiggas die passende Alternative.

Klimaschonend unterwegs

Unter dem Namen Autogas ist Flüssiggas der führende Alternativkraftstoff in Europa. Seit Kurzem beträgt die Zahl der Autogas-Fahrzeuge auf deutschen Straßen mehr als 500.000 – somit können jährlich rund 270.000 Tonnen an CO2 eingespart werden. Trotz dieser Wachstumsdynamik in den letzten Jahren liegt hier noch ein enormes zusätzliches Potenzial, zumal andere Konzepte für schadstoffärmere Kfz-Antriebe teilweise noch weit von Marktreife beziehungsweise Wirtschaftlichkeit entfernt sind. Nicht nur bei der lokalen Luftqualität spielt der Straßenverkehr eine Rolle, rund 17 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in der Europäischen Union gehen aufs Konto der Fahrzeuge. Beim Flüssiggas werden rund 15 Prozent weniger CO2 ausgestoßen als beim Betrieb mit Benzin. Der Feinstaubanteil ist beim Betrieb mit Flüssiggas in etwa vergleichbar mit dem von Benzin und deutlich geringer als der von Diesel. Bei Stoffen wie Aldehyd, Benzol, Toluen, Xylol und polyaromatischen Kohlenwasserstoffen liegen die Emissionen deutlich unter denen von Diesel und teilweise auch unter denen von Benzin. Fazit: Flüssiggas ist vielseitig einsetzbar, äußerst effizient und klimafreundlich. All dies macht es zur „Energie mit Zukunft“, die in vielen Bereichen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann und mit der darüber hinaus sogar Kosten eingespart werden können.

Sie haben noch Fragen zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Flüssiggas oder wünschen ein individuelles Angebot? Dann sprechen Sie uns gerne an!

Quelle: Deutscher Verband Flüssiggas e.V. (u.a.)

 

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