Flüssiggas für reinere Luft

Der Deutsche Verband Flüssiggas e.V. weist in seiner Veröffentlichung „Pro Klima und Gesundheit: Flüssiggas für reinere Luft“ auf die positiven Auswirkungen von Flüssiggas auf Luftqualität und Klimaschutz hin. Das Europäische Parlament hatte am 14. September 2011 mit einer Resolution die Kommission aufgefordert, nicht nur das Thema CO2 in den Fokus der Klimaschutz- Diskussion zu stellen, sondern sich insbesondere auch mit klimarelevanten Faktoren wie Feinstaub und Black Carbon zu beschäftigen. Ein klares politisches Signal – diese Schadstoffe sind nicht nur für die Luftqualität, sondern auch für den Klimawandel verantwortlich. Werden die Schadstoffe reduziert, so kann dies kurzfristig zu positiven Effekten in der Klimapolitik führen. Als Energieträger mit extrem geringen Black Carbon-Emissionen gewinnt Flüssiggas somit zusätzlich an Attraktivität.

CO2 und andere Emissionen

CO2 gilt heute als der in erster Linie verantwortliche Faktor für die globale Erwärmung. Dennoch gibt es auch weitere Emissionen, die in ihrer klimarelevanten Wirkung nicht unterschätzt oder vernachlässigt werden sollten. Feinstaub und insbesondere die darin vorhandenen Rußpartikel liegen auf Platz zwei der für die Klimaveränderungen verantwortlichen Stoffe. Laut einer Studie der Stanford University sind Rußpartikel der Grund für rund 16 Prozent der globalen Erwärmung. Selbstverständlich ist die Reduktion von CO2-Emissionen von entscheidender Bedeutung für eine Strategie gegen den Klimawandel. Allerdings werden sich die Auswirkungen einer deutlichen Senkung von CO2 -Emissionen erst langfristig bemerkbar machen, da CO2 in der Atmosphäre eine lange Lebensdauer besitzt. Bei einer Reduktion von Feinstaub und Ruß hingegen wäre der Effekt schneller erkennbar. Da hier die Lebenszeit in der Atmosphäre nur wenige Tage oder Wochen beträgt, würde eine nachhaltige Senkung zu einer sehr schnellen Reduktion des Erwärmungspotenzials führen.

Gesundheitsrisiko Feinstaub

Feinstaub, der mit Rußpartikeln angereichert ist, spielt jedoch nicht nur bei der globalen Klima- Problematik eine Rolle – er ist auch ein bestimmender Faktor für die regionale Luftqualität. Ruß und Feinstaub haben gravierende negative Auswirkungen auf die Gesundheit und gelten als krebserregend. Die für Menschen gefährliche Feinstaubbelastung entsteht hauptsächlich durch Automobil-Abgase sowie durch andere Arten der Verbrennung.

Gesundheit stärken mit sauberer Energie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelte im Jahr 2011 eine Initiative, bei der es um die Verbesserung der Gesundheit als Zusatznutzen bei der Abschwächung des Klimawandels geht. Dabei wies die WHO auch auf die besondere Bedeutung von Flüssiggas hin und stuft dessen positive Funktion als hoch ein – sowohl im Hinblick auf die Senkung der gesundheitlich relevanten Belastung als auch bezogen auf die Reduktion der klimarelevanten Belastung. Flüssiggas ist eine Energie, die extrem wenig Feinstaub emittiert. In dieser Hinsicht ist Flüssiggas im Bereich Heizung und auch im Verkehr daher Brennstoffen wie Heizöl, Diesel und Holz deutlich überlegen. Somit kann Flüssiggas sowohl unter dem Aspekt des Klimaschutzes als auch unter dem Gesundheitsaspekt zu einer erheblichen Verbesserung der Luftqualität beitragen. Da Flüssiggas nicht an Leitungsnetze gebunden ist, kann es sogar in Regionen, in denen kein Erdgas zur Verfügung steht, den Einsatz moderner Heiztechnik ermöglichen – auch in Kombination mit regenerativer Energie. Dies gilt insbesondere für den ländlichen Raum: Wird die Heiztechnik mit Flüssiggas modernisiert, so wirkt sich dies positiv auf den Klimaschutz sowie die lokale Luftqualität und somit auch auf die menschliche Gesundheit aus.

Autogas als führender Alternativ-Kraftstoff

Im Straßenverkehr trägt Autogas, das heißt als Antriebsenergie eingesetztes Flüssiggas, zu einer deutlichen Senkung der Emissionen bei. In Deutschland ist es der führende Alternativ-Kraftstoff, dessen Bedeutung und Wirkung für die Umweltentlastung und die menschliche Gesundheit durch politische Entscheidungen bestätigt werden sollte. Der EETP-Studie (Europäisches Emissions Test Programm) zufolge ist Autogas erheblich vorteilhafter als Benzin oder Diesel – besonders im Hinblick auf den Feinstaubanteil.

Quelle: „Pro Klima und Gesundheit: Flüssiggas für reinere Luft“, Deutscher Verband Flüssiggas e.V. (Hrsg.)

 

Was ist Black Carbon?

Black Carbon, also schwarzer Kohlenstoff, wird im Deutschen auch als Ruß bezeichnet und ist wesentlicher Bestandteil des Feinstaubs in der Luft. Rußpartikel absorbieren Sonnenlicht, führen zu einer Aufheizung der Luft und verstärken somit die globale Erwärmung. Feinstaub und Rußpartikel bleiben nur wenige Tage oder Wochen in der Atmosphäre, während CO2 eine Lebensdauer von über 100 Jahren in der Atmosphäre hat. Eine Reduktion von Ruß-Emissionen könnte somit die am schnellsten wirkende Strategie sein, den Klimawandel zu verlangsamen. Besonders negativ wirken sich Feinstaub und Ruß auf Schnee und Eis aus. Auch hier absorbieren sie Sonnenlicht und erzeugen Wärme. In diesem Fall wird jedoch nicht nur die Luft aufgeheizt, sondern die Erwärmung führt auch zu einer zunehmenden Abschmelzung von Schnee und Eis. Ein Beispiel: Der niedrige Stand der Technik bei der Nutzung von Energie und die Verwendung von Kohle und Holz als Brennstoffe in Ländern wie China und Indien werden für die zunehmende Abschmelzung der Himalaya-Gletscher verantwortlich gemacht.

 

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