Energieeffizienz im Visier

Steigende Energiekosten, Klimawandel und Energieeffizienz sind in aller Munde. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem wirtschaftlichen Einsatz von Energie? Vielerorts herrscht Unklarheit über die Gesetzeslage, aber auch über wirkungsvolle Möglichkeiten, Energie einzusparen. Dabei ist es gar nicht so schwer, Klima und Geldbeutel gleichermaßen zu entlasten.

Auf der Klimakonferenz in Kobe haben sich die acht größten Industriestaaten im Mai 2008 daher darauf geeinigt, den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen bis 2050 zu halbieren. Allerdings ist diese Vereinbarung nicht bindend. Klar jedoch ist, dass eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in der Bekämpfung des Klimawandels besteht. Die sich häufenden Nachrichten von verheerenden Stürmen, Feuersbrünsten, Überschwemmungen und anderen Unwetterkatastrophen geben eine Vorahnung davon, welche Folgen die globale Klimaerwärmung mit sich bringen könnte. Aus diesem Grund hat Deutschland sich verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um insgesamt 40 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Zum Erreichen dieses Ziels wurden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen.

EU-Grünbuch

Im Juni 2005 hat die EU-Kommission das Grünbuch Energieeffizienz vorgelegt. Die Aussage: Die Europäische Union könnte bis 2020 ihren Gesamtenergieverbrauch durch ein geändertes Verbrauchsverhalten in den Mitgliedstaaten und den Einsatz energieeffizienter Technologien auf das Niveau von 1990 begrenzen und damit 20 Prozent gegenüber der prognostizierten Entwicklung einsparen. Die Kommission schlägt zu diesem Zweck eine breite Palette politischer Instrumente vor. Dazu gehören finanzielle Anreize, Vorschriften, Zielvorgaben, Informations- und Ausbildungsmaßnahmen sowie ein internationaler Dialog. Unter anderem werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen: Einführung jährlicher Energieeffizienz-Aktionspläne auf nationaler Ebene; Verbesserungen bei der Energiepreisgestaltung und bei den Energieabgaben, um sicherzustellen, dass der Verursacher von Verschmutzungen auch tatsächlich zahlt; Einsatz des staatlichen Beschaffungswesens zur Einführung neuer Technologien; Ausweitung der europäischen Gebäude-Richtlinie sowie neue und bessere Finanzierungsmöglichkeiten.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Am 27. Juni 2007 hat das Bundeskabinett die Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV 2007) verabschiedet. Danach soll ab Juli 2008 in drei Schritten die Pflicht eingeführt werden, beim Verkauf und bei der Vermietung von Gebäuden und Wohnungen Kauf- und Mietinteressenten einen Energieausweis für das Gebäude zugänglich zu machen. Für Nichtwohngebäude gilt eine Übergangsfrist, sodass die Energieausweise erst ab dem 1. Juli 2009 ausgestellt werden müssen. In öffentlichen Gebäuden mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche muss der Energieausweis zudem an einer gut sichtbaren Stelle angebracht werden.

Zuschüsse für Energieberatungen

Seit dem 15. Februar 2008 haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) und die KfW Förderbank den "Sonderfonds Energieeffizienz in KMU" gestartet. Das Programm fördert gezielt die Steigerung der Energieeffizienz von kleinen und mittleren Unternehmen. Zu diesem Zweck werden Zuschüsse in Höhe von maximal 80 Prozent für die Durchführung unabhängiger und qualifizierter Energieberatungen gewährt, die vorhandene Informationsdefizite über betriebliche Energieeinsparpotenziale bei kleinen und mittleren Unternehmen abbauen sollen.

 

 

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