Sechs Fermenter konnten noch 2006 ans Netz gehen und so höhere Einspeisungspreise sichern.

Das Prinzip Biomasse

Ihre Vorteile

  • Innovative technische Lösungen
  • Kompetente Ansprechpartner
  • Leistungen aus einer Hand
  • Mehr Zeit für Ihr Kerngeschäft

In der ostdeutschen Gemeinde Penkun ist einehrgeiziges Projekt entstanden, das vielleicht den Energieträger der Zukunft beheimatet. Nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt steht das derzeit größte Biomassekraftwerk der Welt: der NAWARO BioEnergiePark „Klarsee“ mit 40 Fermentern– zylinderförmigen Stahlbetonbehältern, in denen Bakterien aus nachwachsenden Rohstoffen in Gärprozessen Gas erzeugen. Aus diesem Gas wird anschließend in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme gewonnen. Tyczka Totalgaz lieferte neben einem umfangreichen Servicepaket für die Inbetriebnahme der ersten sechs Blockheizkraftwerke (BHKW)vom November 2006 bis März 2007 das Flüssiggas. Jetzt erzeugt die Anlage ausreichend Biogas zur Versorgung der BHKW. Die Branche steht allerdings noch vor ihrer Bewährungsprobe. Lassen sich mit der Technologie zum Beispiel auch große Kraftwerke bauen, die einen Beitrag zur Grundversorgung leisten können? In Penkun ist man der Antwort auf diese Frage auf der Spur.

In riesigen Betonzylindern mit 26 Metern Durchmesser landen in „Klarsee“18.000 Tonen Gülle und Pflanzenreste. Mit umlaufenden Heizungsrohren wird die Brühe in den Fermentern auf 37 Grad Celsius erhitzt. Nach drei Wochen dürfen dann die Bakterien ihre Schichtarbeitaufnehmen. Die erste Schicht zerlegt die kleingeschnittenen Pflanzen, die zweite Bakterienkultur sorgt für leicht saures Klima, damit im Anschluss die Methanbakterien das begehrte Gas produzieren können.

Fütterung des Kraftwerks

Unsere Leistungen

Planung, Errichtung und Aufstellung von Flüssiggasversorgungs-
anlagen

Umfangreiche Servicepakete mit z. B.:

  • Gefährdungs-beurteilung
  • Sicherheitsbetrachtung
  • Explosionsschutzdoku ment nach BetrSichV

Ähnlich wie in einem Rinderstallmuss das Kraftwerk regelmäßig „gefüttert“ werden. So nennen die Ingenieure das Pumpen frischer Biomasse in den Fermenter. In Penkun erfolgt diese Fütterung überwiegend mit Mais. Liefert die Anlage zu wenig Gas, wird mit Getreide nachgefüttert. Um rentabel zu arbeiten, müssten die Bakterien 90 Prozent eines Jahres im Fermenter Gas produzieren. Dafür sollten sie bei Laune gehalten werden, denn Bakterien fühlen sich bei 37 Grad Celsius in einer leicht sauren Umgebung am wohlsten. Verändert sich der pH-Wert, produzieren die Bakterien weniger Gas.

Bewegte Biomasse

Bei dem Gärprozess ist es wichtig, dass die insgesamt 3.000 Tonnen stetig in Bewegung bleiben. „Wir müssen nicht die gesamte Masse bewegen“, erklärt Jochen Tilger vom Betreiber NAWARO. „Es geht nur darum, dass sich die Gasbläschen lösen und nach oben steigen können.“ Dieses Gas sammelt sich unter einer gasdichten Folie. Je ein Blockheizkraftwerk pro Fermenter erzeugt daraus dann Strom und Wärme, bei einem Wirkungsgrad von 80 Prozent. Bereits 2006 liefen –angetrieben durch Flüssiggasversorgungsanlagen von Tyczka Totalgaz –sechs der Gasturbinen, sodass nachdem Erneuerbare-Energien-Gesetz langfristig höhere Zuschüsse gesichert werden konnten.

Zukünftig konkurrenzfähig

Dialog

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Sprechen Sie uns an:
Norbert Hilpert, Vertriebsingenieur
Telefon: +49 41 4205222
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norbert.hilpert@tytogaz.de

Noch liefert der BioEnergie Park„Klarsee“ keine konkurrenzfähige elektrische Leistung im Vergleich zu Kohlekraftwerken. Jedoch können Biomassekraftwerke besonders im Vergleich mit anderen regenerativen Energien wie der Windkraft mit Verlässlichkeit und Abwärmenutzungpunkten. Größter Pluspunkt ist außerdem der geringe CO2-Ausstoß bei der Energiegewinnung. Es fällt nur so viel CO2 an, wie die Pflanzen zuvor aus der Luft aufgenommen haben. Daher wird die Kilowattstunde staatlich mit sechs Cent subventioniert. Damit ist Biogasstrom zwar immer noch teurer als Atomstrom oder Strom aus Kohle oder Gas, doch die steigenden Strom und Gaspreise könnten diesen Unterschied bald kompensieren.

 

 

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