Blick zurück nach vorn

1924 gründete Georg Tyczka ein Sauerstoffwerk nahe Görlitz. Heute ist die Tyczka Unternehmensgruppe professioneller Rundum-Versorger in Sachen Energie und Industriegase. Wir haben den Sohn des Unternehmensgründers und heutigen Mehrheitsgesellschafter, Dr. Hans-Wolfgang Tyczka, der vor kurzem seinen 85. Geburtstag feierte, interviewt.

1. Wie würden Sie das Geheimnis Ihres Unternehmenserfolges beschreiben?
Nach der Konfiskation 1945 der Betriebe bei Görlitz und in Satalice musste im Westen Deutschlands ein neuer Anfang gefunden werden. Improvisationskunst, Fleiß und Zielstrebigkeit kennzeichneten die ersten Jahre, Rückschläge mussten verkraftet werden, doch Beharrlichkeit und Ideenreichtum haben zum Unternehmenserfolg geführt.

2. Gibt es eine Maxime, die bei Tyczka von Anfang an galt?
Das Bessere verdrängt das Gute. Vorwärts ist die Richtung, die unser Denken und Handeln bestimmt. Kooperative Führung wird gelebt, das heißt, jeder Mitarbeiter kann Entscheidungen mit herbeiführen. So viel Individualität als möglich und so wenig Reglement als nötig ist unser Prinzip. Die Quelle des Erfolgs sind die Mitarbeiter, die konsequent die Kunden im Blick haben, denn zufriedene Kunden sind das wichtigste Kapital!

3. Bei Tyczka wird Wert auf Tradition gelegt, gleichzeitig entwickelt sich die Gruppe ständig weiter. Wie passt das zusammen?
Traditionen sind das Geländer des Lebens. Man gewinnt mit Traditionen Sicherheit und Beständigkeit. Unsere Tradition schließt einerseits die Verpflichtung ein, Gutes und Bewährtes zu bewahren, aber andererseits auch weiterzuentwickeln. Ich halte es mit der Aussage: Traditionen sind Verpflichtung zur konsequenten Orientierung auf eine erfolgreiche Zukunft.

4. Wie beurteilen Sie die aktuellen Entwicklungen Ihrer Unternehmung am Markt?
Im Unternehmen bauen wir auf über 85 Jahre Erfahrung im Industriegase- und Flüssiggasgeschäft. Flüssiggas ist auf dem Weg in das regenerative Energiezeitalter unverzichtbar. Da bei der Verwendung jedoch CO2 freigesetzt wird, beschäftigen wir uns mit Projekten zu Einspar- und Effizienzpotenzialen. Die zweite Kernkompetenz unseres Unternehmens betrifft technische und medizinische Gase, Spezialgase sowie Kältemittel und Kohlensäure. Hier befinden wir uns in einem Wachstumsmarkt, die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgereizt. Vor kurzem haben wir ein neues Werk in Zeitz mit einer Produktionskapazität von 100.000 Tonnen biogener Kohlensäure in Betrieb genommen – erneut ein Beispiel für Innovationskraft und Pioniertradition.

 

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