Ausgezeichnete Arbeiten

Am 3. Dezember 2007 verliehen die Technische Universität München, das Wissenschaftszentrum Straubing, die Hochschule Zittau/Görlitz (FH) und die Tyczka Energiestiftung am Dies academicus 2007 der TU München den Dr. Tyczka-Energiepreis. Der Preis wird jährlich für Arbeiten ausgelobt, die sich mit der dezentralen Anwendung von Gasen für energetische Anwendungen oder der dezentralen Energienutzung und –versorgung beschäftigen. Bewerben können sich Studenten und Absolventen aller deutschsprachigen Hochschulen für die Darstellung innovativer Lösungen in Projekt-, Diplom- und Doktorarbeiten.

Erfolg mit Energiesystemen

Den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Preis teilten sich diesmal Dr. Claude Bouvy für seine Dissertation „Kombinierte Struktur- und Einsatzoptimierung von Energieversorgungssystemen mit einer Evolutionsstrategie“ und Markus Dankerl für seine Diplomarbeit „Entwicklung und Charakterisierung einer bio-elektrochemischen Brennstoffzelle“.

Bouvys Dissertation stellt ein neues Konzept zur mehrkriteriellen ganzheitlichen Optimierung von Energiesystemen vor, das den Ingenieur in der Planungsphase unterstützt. Im Rahmen der Dissertation wurde ein innovatives Datenmodell entwickelt, das die Behandlung von unterschiedlichen Optimierungsvariablen und eine flexible Problemdefinition ermöglicht. Besonders wichtig war Dr. Bouvy die Anwendbarkeit der Methodik, denn „nur so ist gewährleistet, dass komplexe Verfahren im alltäglichen Planungsgeschäft von Energiesystemen genutzt werden.“ Die Anerkennung durch die Jury sieht er als großen Erfolg: „Ich denke, dass der Tyczka Energiepreis bei Bewerbungen auf offene Professuren, sowohl national als auch international, sehr hilfreich sein wird. Neben der Projekt-Akquise, Publikationen und der Lehre sind Wissenschaftspreise ein großes Plus im Lebenslauf.“

Bio-elektrochemische Brennstoffzelle

Markus Dankerls Diplomarbeit beschäftigt sich mit Brennstoffzellen, in denen anstelle von Platin Enzyme als Katalysatoren eingesetzt werden. Ziel der Arbeit war, ein geeignetes enzymatisches System für eine bio-elektrochemische Brennstoffzelle zu identifizieren, eine Zelle zu konstruieren sowie die Teilreaktionen und die gesamte Brennstoffzelle zu charakterisieren. Anwendung finden bio-elektrochemische Brennstoffzellen vor allem in der Stromversorgung von Implantaten und medizinischen Geräten. „Die Herausforderung bestand darin, dass am Lehrstuhl noch niemand Erfahrung mit Enzymen und biologischen Brennstoffzellen hatte und ich mir den richtigen Umgang damit erst erarbeiten musste“, erklärt Markus Dankerl. Der frischgebackene Preisträger promoviert derzeit über Biosensoren für Zellsignale.

Energiepreis 2008

Für den Dr. Tyczka-Energiepreis 2008 können sich Studenten und Absolventen bis zum 31. August 2008 bewerben. Informationen zu den Voraussetzungen in den beiden Bewertungskategorien „Energie“ und „Industriegase“ erteilt die Geschäftsstelle Dr. Tyczka-Energiepreis am Lehrstuhl für Rohstoff- und Energietechnologie der TU München. Ansprechpartner ist Dr. Wolfgang Alto Mayer, Telefon 09421 187-106, E-Mail wolfgang.mayer@wzw.tum.de

 

 

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